Eintrittskarten

Eintrittskarten sind eine ganz eigene Herausforderung für das Grafikdesign, denn der Platz ist knapp und trotzdem muss eine Menge an Informationen attraktiv präsentiert werden. Und sie müssen zur Veranstaltung passen. Tickets für ein Rockevent sehen anders aus, als Karten für ein klassisches Konzert. Welches Verfahren zum Druck das beste ist, hängt von der Anwendung ab. Für ein einmaliges Event, wie ein Firmenjubiläum, werden nur relativ wenige, aber repräsentative Karten benötigt, perforierte “Kinokarten“ von der Rolle verbieten sich von selbst. Hier greift man besser zum Digitaldruck als zu Offset-Verfahren.

Für regelmäßige kommerzielle Veranstaltungen ist eine fortlaufende Nummerierung wichtig. Vielleicht möchten die Besucher ihre Eintrittskarte als Souvenir behalten? Dann wählen Sie zweimal nummerierten Eintrittskarten. Den Abriss bekommen Sie, die Karte behält der Kunde.

Für hochpreisige Events sollten Sie an Fälschungssicherheit denken. Das kann ein Motiv sein, das nur unter Schwarzlicht sichtbar wird oder ein Hologramm auf Basis einer Prägefolie.

TippAleviva-Tipp:

Natürlich müssen Sie keinen Rechtanwalt konsultieren, wenn Sie Tickets für Ihr Firmenjubiläum planen. Aber Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass eine Eintrittskarte ein Dokument ist und dass der Handel damit rechtliche Konsequenzen hat. Ein Jurist würde es so formulieren: „Der Veranstaltungsbesuchsvertrag ist ein Werkvertrag mit mietrechtlichem Einschlag mit der Folge: Der Veranstalter schuldet den Erfolg, die Aufführung.“ Und es kommt noch schlimmer: Die Eintrittskarte an sich ist nicht im Bürgerlichen Gesetzbuch noch nicht einmal konkret geregelt; sie ist jedoch ein sogenanntes Inhaberpapier gemäß § 807 BGB. Damit ist sie grundsätzlich übertragbar und somit nutzbar für jeden, der sie besitzt. Der Käufer muss nicht zwingend der Besucher sein. Will man dies nicht, muss man dies vor dem Kauf in den Vertragsbedingungen festhalten. Auch sonst sollte man möglichst genau angeben, wofür die Eintrittskarte gilt: Name der Dienstleistung, beteiligte Künstler (oder Bands, Orchester…), Preis, Datum, Zeitraum, Geltungsdauer, relevante Uhrzeiten, Ort, Sitzplatzangabe, Veranstalters usw.